Thema: Datenschutz

Freiberuflich tätige PhysiotherapeutInnen brauchen zur Verwendung von Gesundheitsdaten im Rahmen der berufs- rechtlichen Tätigkeit als PhysiotherapeutInnen keine Einwilligung von ihren PatientInnen, solange die Daten- verwendung im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit zur Erfüllung berufsrechtlicher Verpflichtungen (Dokumentationspflicht, Auskunftspflicht) und zur Erfüllung des Behandlungsvertrages erfolgt. Dies ist dann der Fall, wenn es inhaltlich im Rahmen der Standardanwendung SA 024 »PatientInnen-/KlientInnenverwaltung und Honorarabrechnung« und SA 028 »Abrechnung mit den Sozialversicherungsträgern« erfolgt. In der Folge brauchen PhysiotherapeutInnen ab 25. Mai 2018 auch weiterhin keine Einwilligung von ihren PatientInnen, solange die Datenverwendung inhaltlich im Rahmen des von Physio Austria für die Verwendung durch Mitglieder erarbeiteten Musters für ein Datenverarbeitungsverzeichnis erfolgt. Die Verwendung von Daten, die nicht im Rahmen der physiotherapeutischen Tätigkeit auf der Basis des Berufsrechts erfolgt, bedarf einer anderen Grundlage! Daher muss der Zweck der Verarbeitung von Daten sehr genau beachtet werden. Wird die E-Mail-Adresse von PatientInnen zu Behandlungszwecken erhoben, dann darf diese E-Mail- Adresse beispielsweise nicht für die Bewerbung eines Seminars oder für Produktwerbungen verwendet werden.

Mag. Agnes Görny
Leiterin Ressort Medizinrecht bei Physio Austria

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